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Bohrschlämme

 

Bohrschlämme entstehen durch das zu-Tage fördern des Bohrmaterials und der daraus resultierenden Vermischung des Bohrkleins (Cuttings) mit ggf. Lagerstätteninhalt (Gas, Fluide), Bohrspülung und weiteren chemischen Additiven. Zusammensetzung und Bestandteile der Bohrschlämme variieren erheblich.

 

Es gibt wasserbasierte-, nicht-wässrige- und synthetische- Spülungen und sogar Gasspülungen. Die Spülungszusätze dienen zur Bohrlochstabilisation, verhindern das Eindringen von Flüssigkeiten in das Bohrloch und das explosionsartige Herausschießen von Gas und / oder Öl (so genannte Blow-Outs), kühlen den Meißel und fördern das Bohrklein aus dem Loch.

 

Bohrschlamm ist ein Abfall und fällt onshore und offshore beim Bohren an. Im Prinzip handelt es sich dabei um Mischungen aus Öl, Schwermetallen, chemischen Bestandteilen, Bohrschmierstoffen und Bohrklein / Gestein. Es gibt mittlerweile Firmen, die kontaminierte Bohrschlämme aufbereiten und daraus umweltfreundliche Brennstoffe produzieren. Alternativ kommt eine Ablagerung auf speziellen Bohrschlammdeponien in Frage.

 

Zum weiteren Umgang mit unweigerlich anfallenden Bohrschlämmen beim Tiefbohren ist die genaue Zusammensetzung deshalb von wesentlichem Interesse.